Kernkonzepte

Flip-Zone-Einstieg (Flip Zone Entry)

Einstieg an einer Zone wo ehemaliges Supply zu Demand geworden ist (oder umgekehrt) — ein schnelles, aggressives Einstiegsmodell

Ein Flip-Zone-Einstieg erfolgt wenn Supply versagt und zu Demand wird (oder Demand versagt und zu Supply wird), und du einsteigst wenn der Preis zur geflippten Zone zurückkehrt. Zum Beispiel: in einem bullischen Setup reagiert Supply, wird dann aber gebrochen. Der Bereich der Supply war ist jetzt Demand. Wenn der Preis zu dieser geflippten Zone zurückzieht, gehst du long. Flip-Einstiege sind schneller als Chain-Einstiege weil sie nur ein strukturelles Ereignis erfordern (den Flip) statt mehrerer (die Chain). Das ergibt einen besseren Einstiegspreis und höheres R:R-Potenzial, aber mit weniger struktureller Bestätigung. Flip-Einstiege funktionieren am besten wenn die Higher-Timeframe-Analyse sehr klar ist — du brauchst nicht so viel Lower-Timeframe-Bestätigung weil die Makro-These stark ist. Die Sweep-Play-Variante fügt noch mehr Präzision hinzu: du wartest bis der Preis die Flip-Zone sweept bevor du einsteigst, was bestätigt dass Liquidität genommen wurde.

Erkennen

  • Supply versagt → wird zu Demand. Preis kehrt zu dieser geflippten Zone zurück → Long-Einstieg.
  • Demand versagt → wird zu Supply. Preis kehrt zurück → Short-Einstieg.
  • Schneller als Chain-Einstiege: ein strukturelles Ereignis vs. mehrere Glieder
  • Das Sweep-Play: warten bis die Flip-Zone gesweept wird bevor man einsteigt für Extra-Bestätigung

Vermeiden

  • Flip-Einstiege nutzen wenn die Higher-Timeframe-These unklar ist (nicht genug Makro-Bestätigung)
  • Eine kurze Reaktion mit einem echten Flip verwechseln (die alte Zone muss tatsächlich zuerst versagen)
  • Jeden Flip nehmen ohne zu prüfen ob das R:R zum Ziel noch funktioniert
  • Das Flip-Modell nach ein paar Verlusten aufgeben ohne genug Daten zu sammeln (100+ Trades)