Trading-Psychologie
Die mentale Disziplin, Risikomanagement-Regeln unter allen Marktbedingungen konsequent auszuführen
Trading-Psychologie im Kontext des Risikomanagements adressiert vier Hauptfallen: Rache-Trading (nach Verlusten die Positionsgröße erhöhen um schneller zu recovern), Overtrading (zu viele minderwertige Setups aus Langeweile oder FOMO nehmen), übermäßige Zurückhaltung (nach Drawdowns aus Angst gültige Setups überspringen oder Risiko reduzieren) und Überkonfidenz während Gewinnserien (Positionsgröße erhöhen weil man sich "heiß" fühlt). Das Kernprinzip ist Konsistenz — denselben Prozentsatz bei jedem Trade riskieren, unabhängig von letzten Ergebnissen. Das erfordert die Akzeptanz, dass einzelne Trade-Ergebnisse zufällig sind, während der Systemvorteil sich über viele Trades entfaltet. Konsistenz aufzubauen erfordert vordefinierte Regeln: festes Risiko pro Trade, maximale tägliche Trades, maximaler täglicher Verlust und prozessbasierte Trade-Bewertung statt ergebnisbasierter Bewertung.
✓Erkennen
- •Rache-Trading: emotionale Reaktion auf Verluste, Positionsgröße erhöhen zum Recovern
- •Overtrading: zu viele Trades pro Tag, nicht auf richtige Setups warten
- •Angstbasierte Zurückhaltung: gültige Setups überspringen oder Risiko nach Verlusten reduzieren
- •Überkonfidenz: Positionsgröße während Gewinnserien erhöhen basierend auf "Gefühl"
⚡Vermeiden
- →Risikoprozentsatz basierend auf letzten Ergebnissen ändern (Gewinne oder Verluste)
- →Ohne vordefiniertes tägliches Verlustlimit und maximale Trade-Anzahl traden
- →Trades nach Ergebnis bewerten statt nach Ausführungsqualität
- →Demo/Simulation anders behandeln als Live — richtige Gewohnheiten von Anfang an aufbauen